Das Dojo

Unser Dojo ("Raum in dem man den Weg übt") nennt sich In-Yô Budo und ist Teil des KIDO-Zentrums in Oberasbach.

Das Dojo ist nach dem Umzug nach Oberasbach im Januar 2015 ganz neu entstanden und kann aufgrund einer mobilen Trennwand variabel zwischen 85 und ca. 140 qm Fläche genutzt werden. Ein rutschfester, hochwertiger Vinylboden schafft einen idealen Untergrund für das Training im Stand. Bei Bedarf können für den Bodenkampf und für Fallübungen große Flächen mit Karatematten ausgelegt werden. Zum Inventar gehören auch frei hängende Sandsäcke, ein Spiegel und natürlich Schlagkissen, Pratzen usw.

In-Yô ist die japanische Bezeichnung für Yin und Yang und beschreibt das zentrale Lebensgesetz, welches als Lebensphilosophie im asiatischen Raum vorherrscht. Hier zeigen sich die Ganzheit und der Ursprung der Bewegung des Universums, immer durch die beiden gegensätzlichen Pole. Beispiele sind Himmel und Erde, Licht und Schatten, Sonne und Mond oder Mann und Frau. Leben ist demnach immer gekennzeichnet durch die dynamische Wechselwirkung dieser beiden, sich ergänzenden, Gegensätze. Das Stetige ist dabei die ewige Wandlung und Veränderung. Dies zeigt sich auch in unserem Körper und in der Kampfkunst, zum Beispiel durch Anspannung und Entspannung der Muskulatur oder das Öffnen und Schließen der Gelenke - also durch Zustände, die unsere Körpersprache bestimmen und wiederum eng mit unserem Geist verknüpft sind. Körper und Geist bilden hier eine bewegliche Einheit. Dies verdeutlicht auch unser Vereinssymbol, nämlich in den beiden sich zum Kreis ergänzenden Wellen in schwarzgrau und weiß.

Budo bedeutet übersetzt „Der Weg des Kriegers“ und verfolgt die Idee, sich selbst, durch das Erlernen einer Kampfkunst, zu verwirklichen. Der Budo steht im Gegensatz zum reinen Kriegshandwerk (Bujutsu), welches alleine, das Töten und Besiegen des Feindes, durch überlegene Technik, in den Mittelpunkt stellt. Die Wurzel des Budo entspringt aus diesem ernsten Hintergrund. Letztlich soll uns dieser paradoxe Weg, über die Beschäftigung mit dem Kämpfen und Töten, zum inneren Frieden und höheren menschlichen Idealen führen.

So muss auch der Budo mit großem Ernst betrieben werden, auch wenn er letztlich andere Ziele und Werte verfolgt als sein Ursprung, die reine Kriegsführung. Trotzdem ist auch hier der Aspekt der Fähigkeit des Kämpfens und Tötens, also die Frage von Leben und Tod, nach wie vor der Hintergrund der Kampfkunst und kein rein ästhetischer Tanz.

Wichtig ist vor allem der Aspekt des „Do“, im Sinne eines lebenslangen Lernprozesses, eines Lebensweges. Den größten Kampf führen wir dabei gegen uns selbst, um unser eigenes Ego und unsere Unzulänglichkeiten mehr und mehr zu überwinden. Ist dieses Ego befriedet, besteht keine Notwendigkeit mehr, im Außen zu kämpfen und Konkurrenz zu suchen. Dies ist ein Zustand des „Wa“ – der inneren Harmonie. Das Ziel des Budo und das Ziel des Zen-Weges sind letztlich nicht verschieden. Man sagt „Karate und Zen sind Eins“. Beide Übungen sollen uns zu einer tieferen Erfahrung unserer Existenz führen und sich im Alltag und Verhalten widerspiegeln. Deshalb ist es gut, beide Wege zusammen zu gehen, da sie sich voll und ganz ergänzen und durchdringen.

Deshalb gibt es in unserem Zentrum auch die Möglichkeit den authentischen Zen-Weg zu gehen und Yoga zu praktizieren.

In der Mitte unseres Logos sehen wir die Taube und das japanische Zeichen „Wa“, welches beides für „Frieden bzw. Harmonie“ steht. So heißt einer der Karate-Stile, den wir betreiben, „Wado-Ryu“, also „die Schule des Weges zum Frieden“. Damit wird der innere und äußere Frieden oder auch die innere und äußere Harmonie als Lebensziel beschrieben. Die innere Haltung beeinflusst dabei die äußere Haltung und natürlich umgekehrt, wodurch sich der Zusammenhang vom körperlichen Training mit der geistigen, ethischen Entwicklung zeigt. Dieses finden der Harmonie ist ein Hauptaspekt des Budo und vom Stil unabhängig.

Außerdem werden im Training durch die Dojokun (Trainingsregeln) bestimmte Werte vertreten und eingeübt. Dazu gehören unter anderem Respekt, Fairness, Bescheidenheit, Höflichkeit, Selbstsicherheit, Geduld und andere, was sich in bestimmten Ritualen und Verhaltensregeln beim Training, zum Beispiel bei den Verbeugungen, zeigt.

Die Farbe Blau im Kreis symbolisiert den Himmel oder auch den geistigen Aspekt der Übung.

Der geistige Aspekt spiegelt sich in den Werte der Dojokun wider. Als Beispiel ist hier die Dojokun des Wado-Ryu-Renmei zu sehen.

Interessiert? Kontaktieren Sie uns einfach für weitere Informationen und melden Sie sich zu einem unverbindlichen Probetraining an.


Dojo Adresse:

Kido-Zentrum

Faber-Castell-Straße 14
90522 Oberasbach/ Unterasbach

Telefon: 0911/6708602


Probetraining

Kido-Zentrum

Kostenloses Probetraining nach Absprache jederzeit möglich.